Die Balzhütte-Runde.

(Pirna) - Neustadt/ Sa. - Hinterhermsdorf - Herrnskretschen - Königstein - Pirna.

Achtung! Leider weiß ich nicht, ob die beim Hochwasser im August 2002 vollständig zerstörte Fährverbindung Niedergrund (Dolni Zleb) wieder in Betrieb ist. Die Fähre in Schöna ist in Betrieb. Wer sich also der Gefahr eines vergeblichen Umweges zur Seilfähre nicht aussetzen möchte, sollte die teure Fähre in Schöna benutzen.

Die hier beschriebene Tour führt von Neustadt/ Sa. über Lobendau (Lobendava) und Nixdorf (Mikulasovice) in Tschechien nach Hinterhermsdorf wieder zurck nach Deutschland. Von neuem geht es über die Grenze nach Khaa (Kyjov) und Daubitz (Doubice), weiter über Rainwiese (Mezni Louka) und Herrnskretschen (Hrensko) hinab ins Elbtal. Mit der Fähre wird nach Niedergrund (Dolni Zleb) übergesetzt und auf dem Elbradweg geht es weiter über Bad Schandau, Königstein und Kurort Rathen nach Pirna. Wegen der Länge der Tour wird das erste Teilstück von Pirna bis nach Neustadt/ Sa. mit dem Zug zurückgelegt. Eine Verkürzung durch Rückfahrt mit der S-Bahn ist ab Schöna möglich. Da diese Tour manchmal nur über Schotterpisten und Wiesenwege führt, kann ich diese nicht für Rennräder empfehlen. Wegen der mehrfachen überquerung der Grenze zu Tschechien und damit zwischen EU und Nicht-EU, sollte man keinesfalls seinen Ausweis oder Reisepaß vergessen, auch wenn Kontrollen an den benutzten Wandergrenzübergängen recht selten sind. Informationen zu den Grenzübergängen der Region und Bestimmungen zu den Freigrenzen von Waren sind auf den Internetseiten der Euroregion Elbe/ Labe zu finden. Zugverbindungen können bei der Internet-Auskunft der Deutschen Bahn abgerufen werden, als Zielstation "Neustadt(Sachs)" angeben. Wer ein klein wenig in die tschechische Sprache schnuppern möchte, dem kann auch geholfen werden. Es gibt auch ein Höhenprofil dieser Tour. Weitere Dateien stehen im Downloadbereich bereit.

Auch diese Tourenbeschreibung beginnt am Pirnaer Bahnhof (Wegpunkt WP0-1). Es wird jedoch für das erste Teilstück noch eine Eisenbahnverbindung genutzt. Wir fahren mit dem sogenannten "Ferkeltaxi" von Pirna über Dürrröhrsdorf nach Neustadt. Wer sich für Erläuterungen zu den Teilstücken dieser Bahnstrecke interessiert, sei auf die beiden folgenden Webseiten verwiesen: Eisenbahnlinie Pirna - Dürrröhrsdorf und Eisenbahnlinie Dürrröhrsdorf - Neustadt. In Neustadt befinden wir uns bereits im typischen Hügelland der Oberlausitz. Wir verlassen nun das trieste Bahnhofsgelände (WP5-01) und fahren geradewegs nach Norden in die Bahnhofsstraße hinein. Auf dem unteren Stück ist diese Einbahnstraße und man sollte das Fahrrad ein kleines Stück schieben (oder auch nicht...). Kurz darauf befinden wir uns auf dem ordentlich restaurierten Marktplatz mit seinem in der Mitte stehenden Rathaus. Durch die Malzgasse verlassen wir den Markt an seiner nordwestlichen Ecke und stoßen auf eine Hauptstraße (Wilhelm-Kaulisch-Str.). Diese biegen wir nach rechts ein und folgen ihr. Nach dem Passieren der Ortsgrenze zu Langburkersdorf kreuzen wir die Bahnlinie Bad Schandau - Neustadt - Bautzen, welche wegen ihrer vielen Brücken und Tunnel auch "Sächsische Semmeringbahn" genannt wird.

An der bald folgenden Ampelkreuzung fahren wir geradeaus in die als Sackgasse gekennzeichnete Böhmische Straße hinein (WP5-02). Der Straßenname deutet schon darauf hin, daß wir uns nun auf dem Weg in Richtung Grenze befinden. Direkt nach der Kreuzung steht in einem kleinen Park auf der rechten Seite eine alte Wegsäule. Diese zeigt uns auch bereits den Weg nach Lobendau (Lobendava) an. Doch noch zieht sich die Böhmische Str. durch bebautes Gebiet. 430m nach der Ampelkreuzung biegt die Hauptstraße (Dorfstr.) nach links ab, wir bleiben jedoch gerade auf der Böhmischen Str. Bald erreichen wir freies Feld, bevor wir nochmals einige Häuser von Langburkersdorf passieren. Dabei queren wir die Dorfstraße und fahren dann einen geschotterten Weg leicht bergan. (Stand 2.09.2001: Diese Straße wurde gerade neu mit Split belegt und gewalzt. Die Bauarbeiten waren noch im Gange. Vielleicht kommt ja sogar noch Asphalt?) Nun ist auch schon die Grenze erreicht (WP5-03). Ein Schlagbaum sperrt die Straße ab, Fußgänger und Radler können aber rechts passieren. Ein Geldumtausch ist nicht erforderlich (und hier in der Nähe auch gar nicht möglich), denn die Deutsche Mark (und ab Januar 2002 sicher auch der Euro) ist ein akzeptiertes Zahlungsmittel. Stand der Tschechischen Krone im August 2001: Für 1 EUR gibt es 34 Kronen. Den aktuellen Kurs gibt es z. B. unter www.oanda.com. Weiter geht jetzt die Fahrt auf böhmischer Seite durch ein Waldgebiet. Die Trassierung des Weges läßt erahnen, daß es sich hierbei in früheren Jahren sicher um eine wichtige Straßenverbindung handelte. Im böhmischen Lobendau (Lobendava) angekommen, biegen wir gleich scharf nach rechts auf die Hauptstraße (WP5-04). Dieser folgen wir ein Stück um nach einem reichlichen Kilometer wieder nach links in Richtung Wölmsdorf (Vilemov) abzubiegen (WP5-05). Hier befinden wir uns wieder auf einer kleinen Seitenstraße mit wenig Verkehr. Nach der Abfahrt durch ein Waldstück fahren wir ganz kurz parallel zu einer Eisenbahnstrecke und stoßen auf eine Einmündung. An dieser wird nach halblinks abgebogen (WP5-06). In Wölmsdorf (Vilemov) stoßen wir dann auf die Hauptstraße, welche vom Straßen-Grenzübergang Sebnitz kommt (WP5-07). Wir folgen dem Wegweiser Radroute 3014 in Richtung Mikulasovice. Wölmsdorf geht direkt in Nixdorf (Mikulasovice) über und ergibt so zusammen ein ewig langes Straßendorf. Außerdem zieht sich durch diesen Ort auch noch eine lange Steigung, welche erst nach einem Bahnübergang endet (WP5-08). Wegen der riesigen Kirche in Nixdorf kann man vermuten, daß es sich hier um einen reichen Ort gehandelt haben muß. Die Pfarrkirche St. Nikolaus wurde in ihrer heutigen Form um 1750 errichtet. Eine zum Erzpriester Hohnstein/ Sebnitz gehörende erste Kirche gab es hier bereits 1314. Und einer der wertvollen Schätze - eine Reliquie der heiligen Gaudentia in einem Glassarg - stammt aus dem Kloster St. Marienstern. Die damalige Äbtissin Agnes Heine, die aus Nixdorf stammte, schenkte sie 1855 der Gemeinde. Leider ist von dem Glanz der Vorzeit nicht viel übrig geblieben. Empfehlenswert ist jedoch das Restaurant (und Hotel) direkt neben der Kirche. Wenige Meter hinter der Kirche biegen wir nach rechts ab (WP5-09). Diese Radroute ist mit der Nummer 3014 in Richtung Hinterhermsdorf ausgeschildert. Wir folgen den dicken Pfeilen dieser Route und mühen uns einen Anstieg hinauf, an dessen Ende etwas versteckt hinter den wuchernden Büschen auf der rechten Seite ein Kreuz steht (WP5-10). Laut Inschrift wurde es von der Gemeinde Nixdorf im Jahre 1858 errichtet.

Wir überqueren geradewegs eine Lichtung und fahren auf einer schlechten Piste bergab. Vorsicht vor den Auswaschungen durch Regen und den Steinen, die teils mächtig weit aus dem Untergrund herausragen. Haben wir diese Gefällestrecke hinter uns gebracht, so ist auch schon der Schlagbaum der Grenze erreicht (WP5-11). Auch dieser Grenzübergang ist für Wanderer und Radler geöffnet. Von nun an ist der Weg wieder in besserem Zustand und wir können zügig an der Flanke des Weifberges (478m) hinauffahren. Nachdem wir die Steigung hinter uns haben und in den Wald eingetaucht sind, können wir noch die sehr starke Steigung auf den Gipfel des Weifberges in Angriff nehmen. Dies ist besonders bei guter Sicht sehr zu empfehlen, denn der Blick vom Aussichtsturm ist phantastisch. Dazu fahren wir nach links zwischen den Holzzäunen hindurch und den Weg bergan. Auf den letzten Metern wird es so steil, daß das Hinterrad durchdreht oder das Vorderrad nach oben gezogen wird. Vom im Jahre 2000 aus Stahl und Holz errichteten Turm bietet sich dann ein Rundblick über das Lausitzer und Böhmische Bergland, die Böhmische und die Sächsische Schweiz bis zum Erzgebirge. Im Süden ist sehr deutlich der 12km entfernte Vulkankegel des Rosenberges (Ruzovsky vrch, 619m) zu sehen. Der dänische Märchendichter Hans-Christian Andersen bezeichnete diesen als "böhmischen Fujijama". Ebenfalls in südlicher Richtung, aber nur etwa 1km entfernt befindet sich das für den Linienverkehr der Luftfahrt wichtige Funkfeuer Hermsdorf Funkfeuer Hinterhermsdorf.. Am Fuße des Turmes ist eine kleine Box für Spenden zum Erhalt des Turmes angebracht (WP5-12). Auf gleichem Wege geht es nun wieder steil bergab bis zum Hauptweg. Diesen fahren wir nun weiter bis hinein nach Hinterhermsdorf. Hier gibt es - wie in der ganzen Gegend - noch so manches schöne Umgebindehaus zu sehen. Im Ort fahren wir geradewegs auf eine Hauptstraße. Nach nur wenigen Metern biegt diese nach rechts ab, wir fahren jedoch geradeaus weiter (WP5-13). 100m nach diesem Abzweig weist uns ein Wanderwegweiser "Grenzübergang für Touristen, Khaatal" den Weg nach links in die Neudorfstraße. Nach weiteren 530m biegen wir wiederum nach halblinks ab, gekennzeichnet ebenfalls mit einem Wanderwegweiser "Grenzübergang für Touristen, Khaatal"; deutlicher zu sehen ist jedoch der Hinweis auf die Waldpension "Obere Mühle". Wir bewegen uns in rasanter Fahrt den Berg hinab und bremsen rechtzeitig vor dem Waldesrand ab, denn dort hört die Asphaltstraße auf und wechselt zu einem ganz normalen Waldweg. Bei km 27,56 (WP5-14) folgen wir wieder der Beschilderung des Wanderweges zum Grenzübergang nach rechts. Zum dritten Mal auf dieser Tour ist nun die Grenze erreicht (WP5-15). Direkt nach dem überfahren der die Grenze bildenden Kirnitzsch befinden wir uns in dem Ort Hinterdaubitz (Zadni Doubice). Allerdings ist von diesem Ort kaum noch etwas zu sehen. Es gibt kein einziges Haus mehr, nur noch ein paar Kellereingänge in den Fels sind zu sehen. Die Geschichte des Ortes endet zwischen 1945 und 1947, als die deutschen Bewohner vertrieben und die Häuser dem Erdboden gleich gemacht wurden. Dieses Schicksal ereilte auch andere Orte der Gegend, z.B. das etwas südlicher, ebenfalls direkt an der Grenze gelegene Hinterdittersbach (Zadni Jetrichovice).

In Hinterdaubitz stoßen wir auch wieder auf das gut beschilderte tschechische Radwegenetz. Wir folgen geradewegs dem Zubringer zur Route 3032, der sogenannten Khaatalstraße. Diese wurde 1906 als Verbindung von Hinterhermsdorf über Hinterdaubitz nach dem böhmischen Khaa (Kyjov) angelegt. In einem etwas geweiteten Talkessel erreichen wir die Route 3032, in welche wir nach rechts einbiegen, hier in Richtung Kyjov ausgeschildert. Wir radeln weiter in diesem malerischen, von Sandsteinen gesäumten Tal bis wir ein vergammeltes Blechschild auf der rechten Seite erreichen (WP5-17). Hier empfiehlt sich ein Aufstieg über die steilen Stufen zur "Fürst-Kinsky-Höhe" (Kinskeho vyhlidka). Von hier bietet sich ein sehr schöner Ausblick über das Khaatal. Bald darauf erreichen wir den kleinen Ort Khaa (Kyjov). Hier verlassen wir das von der Kirnitzsch (Krinice) geformte Tal und biegen in die erreichte Straße nach rechts ein (WP5-18). Dieser Abzweig ist als Radroute 3029 gekennzeichnet. Nach stetigem Auf und Ab gelangen wir im Wald zu einer weit gezogenen Linkskurve mit Abzweigung (WP5-19). Hier verbleiben wir auf der Straße und der Route 3029 in Richtung Daubitz (Doubice). Nach nur einem weiteren Kilometer sind wir schon mitten in Daubitz (Doubice). Wenn die Hauptstraße nach links abbiegt, folgen wir dem Wegweiser der Radroute 3029 nach rechts in Richtung Na Tokani (WP5-20). Es folgt nun wieder eine Abfahrt in einer engen Schlucht. Während dieser Abfahrt treffen wir auf ein einsam im Walde und am Straßenrand stehendes Haus (WP5-21). Hier verlassen wir die Straße und folgen der nach rechts abbiegenden Route 3029. In einem eng eingeschnittenen Tal arbeiten wir uns nun wieder sacht nach oben. Auf einer Lichtung erreichen wir eine großflächige Kreuzung (WP5-22). Wer nun eine kleine Pause einlegen möchte, der verläßt hier kurz die Route 3029 und fährt auf geradem Wege weiter. So kann man in der nach nur wenigen Metern erreichten Ansiedlung Balzhütte (WP5-23) eine verdiente Mittagspause einlegen. Gut gestärkt fahren wir zurück zur erwähnten Kreuzung und biegen zweimal nach rechts auf die ins Tal führende Route 3029 (Richtung Mezni Louka) ein. Man beachte das grüne Warnschild, welches auch weiter unten bei den Bildern gezeigt ist. Im teils sehr eng eingeschnittenen Lagergrund (Taborovy dul) geht es auf schmalem aber gutem Weg nach unten. Im Tal stoßen wir auf die Böhmerstraße (WP5-24), welche von Hohenleipa (Vysoka Lipa) über das nicht mehr existierende Hinterdittersbach in das Kirnitzschtal führt(e). Wir biegen nach rechts in die Böhmerstraße ein und folgen damit der Radroute 3030 in Richtung Mezni Louka. Nach 2,32km ist erneut eine Weggabelung erreicht (WP5-25). Hier biegt die Böhmerstraße nach rechts nach Hinterdittersbach (Zadni Jetrichovice) ab. Der Grenzübergang dort ist zwar in manchen Karten eingetragen, aber leider nicht offiziell existent. Ein paar Betonblöcke versperren den Weg über die Brücke. Wir jedoch folgen weiterhin der Route 3030 nach Mezni Louka, biegen also nach links in den Treppengrund (Hluboky dul) ein. Dieser führt uns langsam, aber stetig wieder bergan. Immer wieder eröffnen sich dabei Ausblicke in phantastische Felsendome. Wir bleiben immer auf der 3030 und quälen uns am Ende des Grundes einen kurzen, aber kräftigen Anstieg hinauf. Oben auf einer Lichtung an einer Straße angekommen (WP5-26), ist sicherlich erst einmal eine Verschnaufpause notwendig. Durch die Bäume lugt der nahe Vulkankegel des Rosenberges (Ruzovsky vrch, 619m) hindurch.

Jetzt geht es weiter der Route 3030 folgend nach rechts eine rasante Abfahrt hinunter bis wir erneut auf eine Straße treffen (WP5-27). Und wiederum biegen wir nach rechts ab. Nach einem reichlichen Kilometer Fahrt durch dichten Wald treffen wir in Rainwiese (Mezni Louka) ein (WP5-28). Hier hat uns die (fragwürdige) Zivilisation wieder. Die Buden der vietnamesischen Händler künden sofort davon, daß hier eine Menge Touristen herkommen. Denn hier beginnt ein Wanderweg, welcher über den Gabrielensteig zum berühmten Prebischtor (Pravcicka Brana), dem größten Felsentor Mitteleuropas, führt. Die letzte Steigung des Tages haben wir nun hinter uns gelassen, von jetzt an geht es im wesentlichen nur noch bergab. Auf der nicht zu steilen Straße geht es hinunter nach Herrnskretschen (Hrensko), einem Mekka der Einkaufstouristen. Wer nun denkt, ohne Gartenzwerg nicht mehr länger existieren zu können, der kann sich hier mit den verschiedensten Exemplaren eindecken. Der Einkaufstourismus, welcher auf der 1936 eröffneten Elbtalstraße von Schmilka nach Tetschen (Decin) hereinkommt, hat diesen einst schönen Ort vollständig im Griff. Die alten und verzierten Gebäude aus der Gründerzeit werden durch die an Slums erinnernden Verkaufsbuden entstellend abgewertet. Die Restaurants haben sich auf die deutschen Tagestouristen eingestellt und bieten Durchschnittskost zu (für tschechische Verhältnisse) überhöhten Preisen. Auch die Freundlichkeit der Kellner läßt hier zu wünschen übrig. Man hat es scheinbar nicht nötig. Aber auch angenehmes hat Herrnskretschen zu bieten. So z.B. die Edmundsklamm; ein tief eingeschnittenes Tal mit Felswänden, die oftmals senkrecht bis in das Flußbett der Kamnitz abfallen. Ein Wanderweg führt in dieser Klamm entlang, immer wieder auf Stahlplatten oder Holzbohlen, welche über die Kamnitz ragen oder durch Tunnel im Fels. An zwei Stellen muß jedoch auf eine Kahnpartie ausgewichen werden, denn selbst für einen Fußweg ist in diesen engen Talabschnitten kein Platz mehr. Nachdem wir also unsere Packtaschen mit hübschen Gartenzwergen gefüllt haben, fahren wir auf der linken Seite der Kamnitz weiter hinab bis zur Elbe. Hier stoßen wir auf die schon erwähnte Elbtalstraße, in die wir nach links einbiegen (WP5-29). Wer keine Lust mehr zum Radeln hat, kann alternativ schon hier mit der Fähre die Elbe und damit die in Flußmitte gelegene Grenze überqueren und vom gegenüberliegenden Schöna mit der S-Bahn in Richtung Pirna und Dresden fahren. Wer jedoch noch genügend Reserven hat, der nutzt nicht diese total überteuerte Fähre, sondern die weiter oberhalb gelegene Gierseilfähre nach Niedergrund (Dolni Zleb). Diese ist nach weiteren 4km erreicht. Hinter dem Night Club "Relax" fahren wir scharf nach rechts und hinab zur Fährstelle (WP5-30). Wir überqueren hier also die Elbe (10 Tschechische Kronen für eine Person mit Rad, ca. 0,60 DEM, 0,31 EUR; Betriebszeit bis 30.09. bis 20.00Uhr, ab 1.10. nur noch bis 18.00Uhr.) und befinden uns nun auf dem Elberadweg. Diesen gut asphaltierten Weg fahren wir flußabwärts. Alsbald überqueren wir nun zum vierten Mal auf dieser Route die Grenze. über Schöna, Schmilka, Krippen, Bad Schandau, Königstein, Kurort Rathen, Stadt Wehlen und Obervogelgesang geht es zurück nach Pirna. Nach diesem anstrengenden Fahrtag bieten sich auf der Strecke entlang der Elbe und der Bahnstrecke also immer wieder Möglichkeiten, um die Fahrt zu beenden und die S-Bahn als kleinen Schummel zu benutzen.

Der Marktplatz mit Rathaus in Neustadt (Sachsen). Der Marktplatz mit Kirche in Neustadt (Sachsen). Wegweiser aus Sandstein in Langburkersdorf.
Der Marktplatz mit Rathaus in Neustadt (Sachsen). Der Marktplatz mit Kirche in Neustadt (Sachsen). Wegweiser in Langburkersdorf in Richtung Lobendau (Lobendava) und Schluckenau (Sluknov).
Kreuz am Wegesrand. Blick vom Weifberg zum Rosenberg. Umgebindehaus in Hinterhermsdorf.
Kreuz zwischen Nixdorf (Mikulasovice) und Grenze:"Errichtet von der Gemeinde Nixdorf 1858" Blick vom Turm des Weifberges zum Rosenberg (Ruzovsky vrch, 619m). Umgebindehaus in Hinterhermsdorf.
Eines der Gebäude in Balzhütte (Na Tokani). Ernst zu nehmendes Warnschild. In einer Klamm bei Hinterdittersbach (Zadni Jetrichovice).
Eines der Gebäude in Balzhütte (Na Tokani). Ein ernst zu nehmendes Warnschild vor der Abfahrt von Balzhütte (Na Tokani). In einer Klamm bei Hinterdittersbach (Zadni Jetrichovice).
Der "Markt" in Herrnskretschen (Hrensko). Herrnskretschen (Hrensko), Eingang ins Tal der Kamnitz. Das Elbtal und das Massiv der Schrammsteine.
Der "Markt" in Herrnskretschen (Hrensko). Blick über die Elbe auf Herrnskretschen (Hrensko), Eingang ins Tal der Kamnitz. Das Elbtal und das Massiv der Schrammsteine.

Literaturempfehlung:

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