Die Kirnitzschtal-Runde.

Pirna - Hohnstein - Sebnitz - Kirnitzschtal - Pirna.

Tourenbeschreibung

Länge ca. 80 km
gesamter Höhengewinn ca. 820 m
Schwierigkeit anstrengend

Die hier beschriebene Tour führt von Pirna über Dorf Wehlen, Lohmen und Rathewalde nach Hohnstein, weiter über Ehrenberg und Krumhermsdorf nach Sebnitz. Über Saupsdorf geht es hinab durch das Kirnitzschtal bis nach Bad Schandau an der Elbe. Auf dem Elbradweg geht es dann zurück nach Pirna. Durch den überwiegend guten bis sehr guten Straßenbelag kann diese Tour auch für Rennräder empfohlen werden. Es gibt auch ein Höhenprofil dieser Tour. Weitere Dateien stehen im Downloadbereich bereit.

Auch diese Tourenbeschreibung beginnt am Pirnaer Bahnhof (Wegpunkt WP0). Von hier führt die Route an der Ampelkreuzung nach links auf die Brücke über die Elbe in Richtung des Stadtteiles Copitz. Kurz nach der Brücke, da wo der Radweg aufhört und für die Autos eine extra Rechtsabbiegerspur ist, biegen wir nach rechts in die Schulstraße ein. Dieser Straße folgen wir bis zu deren Ende, wo wir nach links in die Niederleite einbiegen. Nachdem wir einige 100m diese entlang gefahren sind, müssen wir die Vorfahrt beachten und fahren halbrechts auf der Hauptstraße weiter. Kurz darauf biegen wir an der eingegangenen Gaststätte "Felsenkeller" nach rechts in einen Wiesenweg ein. Die Gaststätte ist auf der rechten Seite durch eine, leider völlig verwilderte, Terrasse gut zu erkennen. Es folgt ein kurzer Anstieg, danach überqueren wir einen großen Platz, wobei wir auf der linken Seite dieses Platzes bleiben und an dessen Ende in eine mit Zone 30 gekennzeichnete Straße einfahren (WP9-01). Diese schmale Straße fahren wir immer weiter, erst einen Anstieg hinauf, dann gerade über freies Feld. Wenn diese Straße nach rechts in eine Siedlung abzweigt, fahren wir weiter geradeaus auf einem unbefestigten Weg. Bald ist der Ortsteil Mockethal erreicht. Es folgt eine kurze Gefällestrecke und an der kommenden Einmündung wird weiter bergan gefahren. Gleich darauf folgt eine Kreuzung mit Stop-Schild. Hier biegen wir nach rechts (WP9-02) und nach 100m gleich wieder nach links ab. (Rennradfahrer sollten nicht links abbiegen sondern geradeaus auf der Straße Richtung Dorf Wehlen bleiben. Diese stößt am Ortseingang (WP9-04) wieder auf die hier beschriebene Route.) Der Hof einer Schmiede wird umfahren und gleich darauf befinden wir uns auf einer schmalen Straße die uns in die Herrenleite führt. In diesem Felsgebiet befand sich über viele Jahre ein Treibstofflager der verschiedenen deutschen Armeen. Auch über die Zwischenlagerung von Atommüll aus dem Versuchsreaktor des Zentralinstitutes für Kernphysik in Rossendorf wurde gemunkelt. Heute ist hier wieder ein alter Steinbruch in umstrittener Benutzung. Seit Pfingsten 2003 hat hier ein Feldbahnmuseum sein neues Domizil gefunden. Früher führte auch eine Eisenbahnlinie in dieses Tal.
Leider endet bald der gute Asphaltbelag und der Radler muß mit grobem Sandsteinpflaster vorlieb nehmen. Durch einen engen Einschnitt gelangen wir auf eine Hochebene (WP9-03) und sehen das Örtchen Dorf Wehlen vor uns. Am Ortseingang biegen wir nach links in die Pirnaer Straße ein (WP9-04), verlassen diese aber schon am Gasthof "Zur Eiche" (WP9-05), ebenfalls wieder nach links in Richtung Lohmen, den Heimatort von Nicolai. Von der Hochebene haben wir nach rechts einen guten Blick auf die Tafelberge der Sächsischen Schweiz und auf das vor uns liegende Lausitzer Bergland. Auf gut asphaltierter und wenig befahrener Straße tangieren wir diesen Ort und biegen am Forsthaus nach rechts auf die stark befahrene Straße von Pirna nach Hohnstein ab (WP9-06). Diese Straße radeln wir bergan, vorbei am Abzweig zur Bastei und einer Tankstelle (WP9-07). Hier wird der Verkehr wieder etwas geringer und das Fahren angenehmer. Bald erreichen wir Rathewalde. In einer doppelten S-Kurve geht es durch das kleine Örtchen hindurch. Dabei sollte man an dem kurzen Gefällestück ordentlich Schwung holen, denn es folgt ein kräftiger, aber glücklicherweise kurzer, Anstieg.
Auch auf dieser Hochebene erhalten wir schöne Ausblicke auf die Tafelberge der Sächsischen Schweiz und bei guten Sichtverhältnissen auch bis hinein nach Böhmen. Am auffälligsten dort ist sicherlich der Vulkankegel des Rosenberges (Ruzovsky vrch oder Ruzak, 619m) im Osten und der langgestreckte Hohe Schneeberg (Decinsky Sneznik, 723m) im Süden. Bald sind wir an der Hocksteinschänke angekommen (WP9-08) und erreichen damit den Rundkurs einer ehemaligen Rennstrecke. Im Inneren der Hocksteinschänke sind einige Fotos von Rennveranstaltungen zu sehen.
Auf dieser großräumigen Kreuzung biegen wir die zweite Straße nach rechts ein. Etwas unterhalb ist ein Parkplatz zu sehen. Von hier lohnt sich ein kleiner Abstecher zum Hockstein, der Weg ist durch Wanderwegweiser gut ausgeschildert. Zurück am Parkplatz (man kann auch auf dem Waldweg abkürzen, die Verbindung zur Straße ist zu sehen) geht es nun in rasanter Fahrt auf der Rennstrecke hinab in das Tal der Polenz (WP9-09). Doch Vorsicht! Die Serpentinen können auch für Radfahrer gefährlich eng werden. Leider müssen wir uns auf der anderen Seite aber wieder hinauf arbeiten. Dafür werden wir aber mit der Besichtigung der imposanten Burganlage des Städtchens Hohnstein belohnt.
Wir verlassen den steilen Marktplatz (WP9-10) auf einer anfangs sehr schmalen, asphaltierten Straße und weiter bergan führenden Straße. An einer Abzweigung (WP9-11) folgen wir dem Wegweiser "Sebnitz" und der Hauptstraße. Wir verlassen diesen malerischen Ort und fahren, na was wohl, weiter bergan. Vorbei an einer Siloanlage (WP9-12) verlassen wir 900m weiter an einer Bushaltestelle (WP9-13) die Burgenrunde, welche hier links abzweigt. Wir fahren jedoch weiter geradeaus. An dieser Kreuzung tangieren wir die ehemalige Schmalspurbahn von Hohnstein durch das Schwarzbachtal nach Goßdorf-Kohlmühle. Durch die intensive Landwirtschaft ist von der Trassierung hier allerdings nicht mehr viel zu sehen.
Am Ortsanfang von Ehrenberg (WP9-14) bleiben wir weiter auf der Hauptstraße. Hier ist die Trasse der Eisenbahn noch deutlich zu erkennen. Kurz vor dem Ende des langgezogenen Dorfes und der sachten Abfahrt folgen wir dem Wegweiser "Krumhermsdorf" und verlassen die Hauptstraße nach links (WP9-15). Der Ort Krumhermsdorf ist wieder sehr langgezogen und erscheint dem Radler noch länger, da es stetig bergan geht. Fast am Ende des Anstieges müssen wir an einer Einmündung (WP9-16) die Vorfahrt beachten und biegen nach rechts dem Wegweiser "Sebnitz" folgend, ab. Die Straße links kommt vom Bahnhof; wer also später in die Tour einsteigen möchte, kann dies z.B. hier tun.
Von der folgenden Bergkuppe können wir direkt vor uns den, schon auf böhmischer Seite befindlichen, Tanzplan (Tanecnice, 597m) mit seinem Aussichtsturm sehen. Wir durchfahren nun in leichtem Auf und Ab Sebnitz-Schönbach. Am Ortsende (WP9-17) bleiben wir auf der rechts abbiegenden Hauptstraße (Martin-May-Str.). Bald ist dann Sebnitz erreicht. Wir stoßen stumpf auf die Schandauer Straße (WP9-18), in welche wir nach rechts abbiegen. Nun geht es in rasanter Fahrt ganze 800m lang bergab. Wir unterqueren den Viadukt der "Sächsischen Semmeringbahn" von Bad Schandau nach Sebnitz und fahren in dem Kreisverkehr direkt dahinter (WP9-19) eine ¾ Runde. Das Schild "Saupsdorf" weist uns dabei den Weg. Nach 1,25km folgt ein weiterer Kreisverkehr (WP9-20). Darin verbringen wir nur ¼ Runde. Auch hier weist uns ein Schild "Saupsdorf" den Weg.
Wir folgen der Schillerstraße, welche hier die Hauptstraße ist. Nach einer weiten Linkskurve wandelt sich diese bald in Hertigswalde. Dies ist wieder ein langgezogenes Dorf, das wir in sachtem Bergauf immer auf der Hauptstraße bleibend durchfahren. Nach diesem zehrenden Anstieg kommt auf dem "Paß" die Gaststätte "Waldhaus" (WP9-21) gerade recht. In einer Senke fahren wir an der Richtermühle vorbei und gelangen nach Saupsdorf. Gleich am Ortsanfang folgen wir an einer Kreuzung (WP9-22) der Hauptstraße und biegen rechts in die Niederdorfstraße ein. Hier geht es nun bergab und wir verlassen unvermittelt das Lausitzer Bergland mit seinen sanft geschwungenen Hügeln und tauchen in die engen Schlüchte des Elbsandsteingebirges ein.
Das romantische Kirnitzschtal empfängt uns mit einer Einmündung (WP9-23), an der wir rechts abbiegen. In besagtem Tale fahren wir auf gut asphaltierter Straße weiter bergab. Mal ist dieses Tal breit und hat saftige Wiesen, mal ist es so eng, daß kaum Bach und Straße Platz darin haben. Dieses Tal ist auch eng mit den stark umstrittenen Regeln für die Kernzone des Nationalparkes "Sächsische Schweiz" verknüpft. Dazu wurde ein interessanter Artikel von Rolf Böhm auf der Homepage des Kirnitzschtales veröffentlicht. An mehreren Mühlen, welche heute Ausflugslokale sind, vorbei erreichen wir den Lichtenhainer Wasserfall (WP9-24). Auch hier ist eine Gaststätte; besonders empfehlenswert ist die kalt geräucherte Forelle. Hier ist auch die Endhaltestelle der Kirnitzschtalbahn und leider auch der Beginn einer holprigen Pflasterstraße. Aber: siehe Zeitungsmeldung.
An weiteren Mühlen und dem Campingplatz "Ostrauer Mühle" vorbei erreichen wir Bad Schandau. Wir passieren die Kuranlagen, überqueren die Kirnitzsch und biegen nach rechts auf die B172 (Richtung "Dresden") ein. Gleich darauf ist der Marktplatz von Bad Schandau (WP9-25) erreicht. Es geht weiter auf der vielbefahrenen B172 zum Nationalparkhaus (WP9-26). In diesem ehemaligen Kino gibt es vielfältige Informationen über den Nationalpark "Sächsische Schweiz". Nach weiteren etwa 860m ist die Brücke über die Elbe erreicht. Wir fahren jedoch nicht die Auffahrt hinauf sondern halten uns rechts von der Brücke (WP9-27).
Ab hier befinden wir uns auf dem Elbradweg. In Rathmannsdorf biegen wir vor einem rechterhand gelegenen Supermarkt nach links in die gepflasterte Prossenstraße (WP9-28) ein. Durch Prossen fahren wir hindurch und fahren am Ende des geraden Stückes rechts an einem kleinen Schloß vorbei. Es folgt eine kleine Senke mit enger Linkskurve, welche besonders durch die meist vorhandene feine Sandauflage sehr rutschig sein kann. Der gut asphaltierte Weg steigt etwas an und führt am Fuße des Liliensteins bis nach Halbestadt, einem Ortsteil von Königstein. Hier führt zwar auf der rechten Elbseite ein asphaltierter Weg weiter, dieser wird jedoch später zu einem äußerst gräßlichen Wurzelweg. Noch ist es besser, dem offiziellen Elbreadweg zu folgen und hier mit der Fähre (WP9-29) die Elbseite zu wechseln. Aber auch hier sind Bauarbeiten im Gange und vielleicht kann man bald auch auf der rechten Elbseite bis Rathen radeln.
Auf der anderen Elbseite fahren wir zwischen Bahndamm und Elbe weiter auf diesem schönen Weg weiter. Hier kann man sich besonders gut den katastrophalen Wasserstand des Elbhochwassers im August 2002 vor Augen halten, denn die Krone des Bahndammes schaute gerade noch aus den Fluten heraus.
Wenn der Radweg die Bahnstrecke unterquert, wird danach gleich wieder nach rechts abgebogen, um immer in der Nähe der Elbe zu bleiben. Kurz vor Rathen werden an einem Bahnübergang die Gleise erneut gequert. Wenn wir auf eine von links kommende Straße treffen, fahren wir auf dieser weiter geradeaus und gelangen so nach Rathen. Hier ist der Tummelplatz der Touristen und an schönen Tagen kann es schon mal eng auf der Straße werden.
Am Bahnhof (WP9-30) queren wir erneut die Bahngleise und fahren eine kurze, kräftige Steigung hinauf. Hoch über der anderen Elbseite sind die Bauten der Bastei und der Abbruch des Felssturzes des Wartturmes zu sehen. In Stadt Wehlen (WP9-31) bleiben wir auf der linken Seite der Gleise. Später wird die Bahnstrecke unterquert und der Weg führt wieder direkt an der Elbe entlang.
Bald kommt Obervogelgesang. Ein Stück links ab vom Radweg ist ein Gasthof, welcher meist direkt am Radweg (WP9-32) einen Verkaufswagen und die allseits bekannten Biergartengarnituren stehen hat.
Wenn die Straße dann in einem Linksbogen durch den Bahndamm verschwindet, bleiben wir an der Elbe auf dem Radweg. Poller versperren hier Autos die Zufahrt. Etwas später sollte man besonders umsichtig fahren, denn der Radweg führt hier geradewegs durch einen Kinderspielplatz. Wer sich die wunderschöne Altstadt von Pirna anschauen möchte, der kann am Beginn des Elbparkplatzes nach links abbiegen, so kommt man geradewegs auf den Marktplatz. Ansonsten fährt man geradeaus und wählt am Fähranleger den rechts der Straße gelegenen Radweg. Nach Unterquerung der alten Elbbrücke ist das Carolabad (WP9-33) erreicht. Hier wird nach links abgebogen, unter zwei Brücken hindurchgefahren, die Klosterstraße gequert und dann nach rechts in die für Busse und Radler freie Gartenstraße abgebogen. Von der folgenden Ampelkreuzung ist rechts schon der Bahnhof von Pirna (WP0) zu sehen und damit hat sich die Runde geschlossen.
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    Die Gaststätte am Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal.
    Die Gaststätte am Lichtenhainer Wasserfall im Kirnitzschtal.
Der Markt in Bad Schandau. Hochwasser in Bad Schandau am 16.08.2003. Hochwasser in Rathmannsdorf am 16.08.2003.
Der Markt in Bad Schandau. Hochwasser in Bad Schandau am 16.08.2002. Hochwasser in Rathmannsdorf am 16.08.2002.
Literaturempfehlung:
  • Große Karte der Sächsischen Schweiz (1 : 30.000), Kartographischer Verlag Rolf Böhm, Bad Schandau, ISBN 3-910181-09-0
  • Radwanderkarte des ADFC - Dresden und Umgebung (1 : 75.000), BVA Bielefelder Verlagsanstalt, Bielefeld 2002, ISBN 3-87073-288-1
  • Detlef Krell, Urlaubshandbuch Sächsische Schweiz, Reise Know How Verlag Peter Rump, Bielefeld 1999, ISBN3-89416-630-4
Last update:
7.09.2004
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