Die Rosenthal-Runde.

Pirna - Schöna - Zschirnstein - Taubenteich - Rosenthal - Bielatal - Bahratal - Pirna.

Tourenbeschreibung

Länge ca. 80 km (ca. 44 km ab Schöna)
gesamter Höhengewinn ca. 800 m
Schwierigkeit anstrengend

Die hier beschriebene Tour führt auf dem Elbradweg vorerst von Pirna nach Schöna. Wer sich etwa 36 km ersparen möchte, kann auch mit der S-Bahn bis Schöna fahren und erst dort in die Tour einsteigen. Zugverbindungen können bei der Internet-Auskunft der Deutschen Bahn abgerufen werden. Vorbei an Zirkelstein und Großem Zschirnstein geht es am Taubenteich entlang nach Rosenthal und Bielatal-Schweizermühle. Nach einem letzten Anstieg führt die Route über Bahratal-Markersbach durch das Bahra- und Gottleubatal zurück nach Pirna. Da die Route sehr nahe an der Grenze zu Tschechien verläuft, sollte man wegen der Patroillen des BGS den Ausweis nicht vergessen. Da teils Waldwege benutzt werden, kann diese Tour nicht für Rennräder empfohlen werden. Es gibt auch ein Höhenprofil dieser Tour. Weitere Dateien stehen im Downloadbereich bereit.
Auch diese Tour beginnt am Pirnaer Bahnhof. Vom Bahnhof (WP0) fahren wir an der Ampelkreuzung gleich nach links, fahren jedoch nicht auf die Brücke hinauf sondern bleiben auf der Straße direkt rechts neben der Brückenauffahrt. Nach nur wenigen Metern wird nach links unter der Brücke hindurchgefahren, anschließend gleich wieder nach rechts abgebogen. Gleich darauf ist auch schon der Elberadweg erreicht. Am Bootshaus des Rudervereins biegen wir nach rechts auf den Radweg ein und folgen diesem stromauf. Der Parkplatz hinter dem Schiffsanleger wird überquert und dahinter finden wir uns auf dem Elberadweg wieder. Besonders an Wochenenden mit schönem Wetter herrscht hier Hochbetrieb, denn es gibt auch einen netten Spielplatz. Oftmals steht auch ein kleiner Imbißwagen zur Stärkung bereit. In Obervogelgesang ist die nächste "Tränke". Der an den Bahnschienen gelegene Gasthof hat ebenfalls einen Imbißwagen mit breitem Angebot am Radweg zu stehen. Hier gibt es auch Möglichkeiten, sich auf den bekannten Biergartengarnituren aus dem Baumarkt niederzulassen. Nach einigem leichten bergan und -ab ist Stadt Wehlen erreicht. Wir fahren weiter direkt neben den Eisenbahngleisen. Wenn die Straße nach rechts ansteigt, fahren wir geradeaus weiter in eine Senke hinab. Dabei in der Senke nicht nochmals nach links abbiegen sondern weiter auf dem Radweg bleiben. Dieser führt nun im ständigen Auf und Ab weiter nach Rathen. Unterwegs bieten sich herrliche Ausblicke auf die Felsenwelt des Elbsandsteingebirges. Auch das eine oder andere Schiff der größten und ältesten Raddampferflotte der Welt wird man auf der Elbe sehen. Nach einer Abfahrt verlassen wir den Wald. Von dieser Stelle kann man die hoch über der anderen Flußseite gelegene, weltberühmte Bastei erkennen. Es folgt eine kurze, steile Abfahrt, während der nach links abgebogen wird. Die Bahngleise werden hier direkt am Bahnhof an einer Schranke überquert. Die Chance, daß die Schranke geschlossen ist, ist relativ hoch; immerhin handelt es sich hier um eine der am stärksten befahrenen Strecken Europas. Wir bleiben auf der als Straße erkennbaren Strecke, fahren vorbei am riesigen Parkplatz. Hier in Rathen gibt es natürlich auch eine ganze Menge Möglichkeiten der Einkehr. Auch in Rathen gilt: Wenn die Straße nach rechts ansteigt, biegen wir wieder nach links ab und bleiben auf der schmalen Straße in Elbnähe. Autoverkehr gibt es hier glücklicherweise kaum. Nochmals wird an einer Bahnschranke die Eisenbahn gequert, gleich dahinter gibt es einen schönen Rastpunkt mit überdachten Holzbänken und -tischen. Nach etwa 20km und 50 Minuten Fahrzeit in Königstein angekommen, wechseln wir mit der Fähre die Elbseite. Erwachsene zahlen 0,70 EUR, ermäßigt (Kinder bzw. Fahrrad) betragen die Kosten 0,50 EUR. Auf der andere Flußseite fahren wir weiter stromauf. Es geht vorbei am Naturfreundehaus, welches zur Übernachtung während einer längeren Tour zu empfehlen ist. Über Prossen gelangen wir nach Rathmannsdorf. Auf einer gepflasterten Straße erreichen wir eine Kreuzung, an der die Vorfahrt zu beachten ist. Hier biegen wir nach rechts ab und folgen dem weiteren Verlauf der Hauptstraße. Nach einer Tankstelle (dahinter ein Supermarkt zum Auffüllen des Reiseproviantes) unterqueren wir die Elbbrücke, biegen an der folgenden Kreuzung nach links ab und fahren nun auf der Brücke über die Elbe hinweg. Nach der Elbüberquerung wird nach links einem Wegweiser "Krippen" folgend nach links abgebogen. (Stand 22.06.2002: Bauarbeiten an der Elbbrücke; kurze Umleitung über eine Behelfsstraße am Ende der Brücke RECHTS und der Umleitung folgen.) Unmittelbar bevor die Straße zu einer Überquerung der Bahngleise ansetzt, zweigt rechts ein kleiner, betonierter Weg ab. In langsamer Fahrt wegen der hohen Bordsteinkante fahren wir in diesen Weg hinein. In Krippen angelangt folgen wir nicht dem geschlämmten Weg, sondern bleiben weiterhin an der Elbe und fahren über eine schmale Stahlbrücke hinweg. An einem Sportplatz auf der linken Seite steigt der Weg kurz nach rechts an und führt direkt an den Häusern entlang. Auf der anderen Elbseite ziehen die feinen Fachwerkhäuser von Postelwitz und die imposante Felswand der Schrammsteine die Blicke auf sich. Nun fahren wir noch am Bahnhof von Schmilka vorbei und gelangen bald nach Schöna. Die Staatsgrenze verläuft hier in der Mitte der Elbe und so sind auf der tschechischen Elbseite schon die berühmt-berüchtigten Märkte zu sehen. Diese Grenze besteht übrigens bereits seit 1459 (Vertrag von Eger) und gehört somit zu den ältesten, noch bestehenden Grenzen Europas. Lediglich das Gebiet um Rosenthal kam erst im 16. Jahrhundert zu Sachsen. Direkt am Bahnhof (WP8-01) unterqueren wir die Bahngleise. Dazu muß das Fahrrad ein paar Stufen hinaufgetragen werden. Im zweiten Teil der Treppe biegen wir nach rechts, einem Wegweiser "Zirkelstein" folgend. Wer mit der Bahn bis Schöna fährt, landet gleich auf der richtigen Seite. Bis hier war die Tour nur Spaß, jetzt beginnt die Arbeit. Auf einer schmalen Pflasterstraße geht es einen langen Anstieg hinauf. Wenn der Wald verlassen wird, so können wir rechts die Kaiserkrone (354m) und links den markanten Zirkelstein (384m) erkennen. Erst im Ort Schöna orientieren wir uns an den Wanderwegweisern "Zirkelstein" (Markierung "Gelber Strich"). Am Ortsausgang ist der zu benutzende Weg mit einer Hinweistafel als Privatstraße markiert. Wir fahren nun direkt am Fuß des Zirkelsteins entlang. Gleich darauf passieren wir das Gelände des Naturfreundehauses "Am Zirkelstein". Und nach nur wenigen weiteren Metern biegt nach halbrechts ein Fahrweg ins Feld ab. Diesen benutzen wir. Rechts sind in der Ferne das auf dem gleichnamigen Berg gelegene Wolfsberg-Hotel, links die Berge der böhmischen Schweiz erkennbar. Wir folgen nun einem Waldweg bis zu einer Kleingartensiedlung (WP8-02). Wir lassen diese rechts liegen und fahren an deren Zäunen weiter auf dem Weg mit der Markierung "Gelber Strich". Nach kurzer Fahrt kommt von rechts eine Fortstraße. Wir fahren geradeaus auf diese Straße. Direkt vor uns erhebt sich der Große Zschirnstein (562m). Der gut zu befahrenden Forststraße folgen wir bis zu einer Kreuzung. Rechts steht eine kleine Hütte, die "Kalkbude" (WP8-03). Hier biegen wir dem Wegweiser "Taubenteich" und der Markierung "Gelber Strich" folgend nach links ab. Nach nur wenigen Metern passieren wir Kreusels Eiche. Einer Sage zufolge soll 1549 hier der Sohn des Schönaer Försters Kreusel von einem Wilddieb erschossen worden sein. Das Kreuz am Fuße der Eiche wurde bereits 1548 als "Schechers creutz" schriftlich erwähnt. An einer Gabelung mit einem kleinen, fast versteckten Mahnmal für Antifaschisten bleiben wir halbrechts auf dem Hauptweg. Auf dem Gliedenbachweg geht es in rasanter Fahrt hinab in das Tal. Unten überqueren wir ein kleines Brückchen (WP8-04) und biegen wiederum dem Wegweiser "Taubenteich" und der Markierung "Gelber Strich" folgend nach links ab. Nach nur 80 Metern verläßt uns der "Gelbe Strich" für kurze Zeit nach links. Wir folgen halbrechts dem Grenzweg bergan. Nach einigen Metern befindet sich auf der rechten Seite eine Quelle. Das kalte Wasser ist sehr erfrischend. An der nach Berganfahrt kommenden Weggabelung (WP8-05) bleiben wir dem inzwischen wieder zu uns gestoßenen "Gelben Strich" treu und biegen in Richtung Taubenteich nach links ab. Wir fahren an einer summenden Rassebienenbelegstation vorbei. Rosa und weiß blühender Fingerhut säumt im Frühsommer den Weg. Auf gerader Fahrt geht es hinab zum Taubenteich (WP8-06). Hier kann man durchaus eine kleine Pause einlegen und sich ein klein wenig erfrischen. Hier verläßt uns nun der "Gelbe Strich". Auf der Straße neben dem Taubenbach fahren wir weiter ins Tal hinab. Kurz vor der Einmündung in den Fuchsbach weist rechts an einem Felsen eine kleine Tafel darauf hin, daß hier 1856 der Stein für die nahegelegenen Brücken gebrochen wurde. An der erwähnten Einmündung (WP8-07) biegen wir nach links ab und folgen dem Fuchsbach ein kleines Stück bergan. Nach nur knapp einem Kilometer verlassen wir das Fuchsbachtal nach rechts über eine Sandsteinbrücke und folgen dabei einem Wegweiser "Rosenthal" (WP8-08). Diese Straße nennt sich Matheusweg oder auch Mathens Hohlweg. Nach einigen Serpentinen erreichen wir am Waldrand eine große Kreuzung und einen kleinen Rastplatz (WP8-09). Die Fahrt geht geradeaus auf der Winterleitenstraße weiter über freies Feld, bevor es steil hinab nach Rosenthal geht. Auf der Hauptstraße angekommen (WP8-10), biegen wir nach rechts ab und fahren bis zum Dorfplatz (WP8-11). Hier folgen wir nach links dem Straßenwegweiser "Ottomühle". An einem Gasthof und der Kirche vorbei führt die Route nun wieder über freies Feld. Nach einer kurzen Abfahrt hinab nach Bielatal-Schweizermühle folgen wir wiederum dem Wegweiser "Ottomühle" nach links (WP8-12). Hier befinden wir uns nun in einem Eldorado für Kletterer. Unzählige Klettergipfel aller Schwierigkeitsstufen säumen links und rechts das Tal. (Mehr zur Kletterei im Elbsandsteingebirge unter www.gipfelbuch.de.) Nach einem Kilometer zweigt rechts ein durch einen Holzbalken versperrter Fahrweg ab, die alte Rosenthaler Straße (WP8-13). Ein Schild soll Autofahrer davon abhalten, auch hier ihre Fahrzeuge stehen zu lassen, denn es kennzeichnet diese Stelle als Feuerwehrzufahrt. Der Anstieg ist etwas beschwerlich, da durch die lockeren Steine und den teils glitschigen Belag das Hinterrad oftmals einfach durchdreht. Doch zum Glück ist dieses Teilstück nur wenige hundert Meter lang und der Belag bessert sich bald. Kurz darauf wird eine Straße erreicht (WP8-14); hier fahren wir geradeaus auf dieser Straße weiter. An dieser Einmündung erreichen wir die Route der Tälerrunde. Wer dieser folgen will, fährt nicht geradeaus sondern biegt nach rechts ab (Tälerrunde WP2-04). Diese Straße bringt uns nach flotter Fahrt bergab nach Markersbach. An der Hauptstraße (WP8-15) biegen wir nach rechts ab, entweder hinein in den Gasthof oder auf die Straße in Richtung Pirna. Auch in Bahra bleiben wir auf dieser schwach befahrenen Straße in Richtung Pirna. Mit sanftem Gefälle ist auch schnell die Zwieselbrücke erreicht (WP8-16). Hier biegen wir unter Beachtung der Vorfahrt nach rechts in das Tal der Gottleuba ab. In diesem Tal verlief auch die vor vielen Jahren eingestellte Eisenbahnstrecke von Pirna nach Bad Gottleuba. Nachdem ein Ausläufer von Langenhennersdorf durchquert ist, finden wir auf der rechten Seite den Langenhennersdorfer Wasserfall. Nun dauert es nicht mehr lang und die ersten Vororte von Pirna sind erreicht. Wir folgen immer weiter der Hauptstraße. Der Verkehr wird im Stadtgebiet natürlich dichter, aber es gibt teils auch Radwege. An der Ampelkreuzung fahren wir nach links und dann die zweite Straße (am Parkhaus) nach rechts in die Robert-Koch-Straße. Diese fahren wir gerade hindurch, drehen am Kreisverkehr ein halbe Runde und biegen dahinter an der Sparkasse nach links in die Gartenstraße. Auch hier fahren wir gerade hindurch bis zur Ampelkreuzung. Hier können wir rechts schon den Bahnhof und damit den Endpunkt dieser Tour sehen.
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Die Fachwerkhäuser von Postelwitz. Der Zirkelstein (384m). Im Tal des Gliedenbaches.
Die Fachwerkhäuser von Postelwitz. Der Zirkelstein (384m). Im Tal des Gliedenbaches.
Die Herkulessäulen im Bielatal.    
Die Herkulessäulen im Bielatal.    

Literaturempfehlung:
  • Große Karte der Sächsischen Schweiz (1 : 30.000), Kartographischer Verlag Rolf Böhm, Bad Schandau, ISBN 3-910181-09-0
  • Detlef Krell, Urlaubshandbuch Sächsische Schweiz, Reise Know How Verlag Peter Rump, Bielefeld 1999, ISBN3-89416-630-4
Last update:
7.09.2004
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