Die Mückentürmchen-Runde.

Bahratal - Gottleuba-Talsperre - Fürstenau - Zinnwald - Mückentürmchen - Schönwald - Bahratal.

Tourenbeschreibung

Coming soon ...Noch nicht ganz fertig!

Länge ca. xx km
gesamter Höhengewinn ca. xxxx m
Schwierigkeit anstrengend

Die hier beschriebene Tour führt von Bahratal an der Talsperre Gottleuba entlang nach Fürstenwalde, weiter über Gottgetreu, Fürstenau und an der Kohlhaukuppe vorbei nach Zinnwald. Hier wird die Grenze nach Tschechien überquert. Über Voitsdorf (Fojtovice) geht es zum 807m hohen Mückenberg (KomáYí Horka), nach Adolfsgrün (Adolfov), Schönwald (Krásný Les), Peterswald (Petrovice) und über die Grenze zurück nach Bahratal. Wegen der teilweisen Nutzung von Schotterpisten und Wiesenwegen ist diese Tour bedingt für Rennräder empfehlenswert, Ausweichvarianten sind im Text beschrieben. Da teils auf dem Kamm des Erzgebirges entlang gefahren wird, ist mit Wind und schnellem Wetterwechsel zu rechnen. Wegen der Überquerung der Grenze zu Tschechien und damit zwischen EU und Nicht-EU, sollte man keinesfalls seinen Ausweis oder Reisepaß vergessen. Informationen zu den Grenzübergängen der Region und Bestimmungen zu den Freigrenzen von Waren sind auf den Internetseiten der Euroregion Elbe/ Labe zu finden. Wer ein klein wenig in die tschechische Sprache schnuppern möchte, dem kann auch geholfen werden. Es gibt auch ein Höhenprofil dieser Tour. Weitere Dateien stehen im Downloadbereich bereit.
Diese Tour beginnt einmal nicht in Pirna, sondern in Bahratal-Hellendorf. Hinter dem Dorfplatz gibt es auf der rechten Seite einen Parkplatz (WP9-01). Hier kann man das Fahrrad vom Auto nehmen und losradeln. Alternativ kann natürlich auch von Pirna geradelt werden, z.B. durch das Gottleuba- und Bahratal, wie in der Schneebergrunde beschrieben. Dabei dem Weg von WP0-1 bis WP4-04 folgen; an diesem nicht links sondern rechts abbiegen. Dies verlängert die Tour um ca. 20km.
Wir verlassen also diesen Parkplatz, fahren gerade über den Dorfplatz hinweg und überqueren auf einer Brücke den Mordgrundbach. Dieser vereinigt sich direkt hinter der Brücke mit dem Buschbach zur Bahra. Hinter der Brücke fahren wir geradeaus über die Kreuzung. Wer von Pirna der Schneebergrunde folgt, stößt hier von rechts auf unsere Tour. Die Straße heißt hier schon richtungsweisend Gottleubaer Straße. Kurz nach dem Verlassen des Ortes steigt die Hauptstraße nach rechts an. Wir verlassen die Hauptstraße an dieser Stelle und folgen dem Wegweiser "Bad Gottleuba" nach halblinks. An der nächsten Gabelung halten wir uns halbrechts, auf der Hauptstraße bleibend und ebenfalls wieder dem Wegweiser "Bad Gottleuba" folgend. Benutzer eines Rennrades sollten hier jedoch nach links abbiegen und dieser Straße folgen. Nach etwa 3,4km zweigt an der Bushaltestelle "An der Talsperre" nach links eine Betonstraße ab (WP9-02). An einem Betriebsgelände fahren wir links vorbei. Ein Wanderweg mit der Markierung "Blauer Strich" ist uns als Wegweiser behilflich. Nachdem wir ein Stück auf einem mit Betonplatten ausgelegten Weg gefahren sind, zweigt der Wanderweg nach rechts in den Wald ab (WP9-03). Der Abzweig ist mit einem Wanderwegweiser "Oelsengrund" gekennzeichnet. Diesem Wegweiser folgen auch wir und rollen nun der Talsperre Gottleuba entgegen. Ab und zu kann man den Stausee durch die Bäume hindurch erkennen. Die Talsperre wurde 1974 fertiggestellt und hat ein Stauvolumen von ca. 14 Mio. m³. Sie dient der Trinkwassergewinnung (deshalb sind auch das Baden sowie jeglicher Wassersport verboten) und Hochwasserschutz, denn besonders in den Jahren 1897, 1927 und 1957 richteten Hochwasser im gesamten Gottleubatal bis hinein in das Stadtgebiet von Pirna erhebliche Schäden an. Später rollen wir direkt am Ufer des Stausees und an dessen Vorsperre entlang. Dem Bach Gottleuba folgen wir nun durch dessen Tal leicht bergan. Wenn wir die Straße erreichen, müssen wir gleich die erste Auffahrt zur Straße nutzen, denn die zweite wird durch eine Leitplanke versperrt (WP9-04). Hier stoßen auch die Rennradbenutzer wieder zu uns. Bei Regenwetter und Rennradnutzer sollte man nun der Straße über die Gottleuba nach rechts folgen, nach Breitenau hinauffahren, dort links nach Liebenau abbiegen und im Tal von Liebenau ebenfalls wieder nach links abbiegen. Bei trockenem Wetter (aber nur dann!) fahren wir in den mit einer Sperrscheibe versehenen Waldweg hinein. Achtung! Auf diesem Abschnitt sind teils die Böschungsmauern zur Gottleuba eingestürzt und die ehemalige Straße ist an diesen Stellen dann nur noch halb so breit wie normal. Diese Stellen sind nicht gekennzeichnet! Also bitte mit offenen Augen fahren. Unkraut wuchert am Rand und in der Mitte der Straße. Man wähnt sich hier manchmal auf einem falschen Wege, aber die ehemalige Straße ist hier tatsächlich so zugewuchert. Die Natur holt sich eben manchmal zurück, was der Mensch ihr genommen hat. Wir fahren diese Piste bis zu einer Einmündung (WP9-06). Hier geht es nur noch links oder rechts. Nach links führt die alte Straße nach Schönwald (Krásný Les) auf böhmischer Seite. Da gibt es allerdings keinen offiziellen Grenzübergang. So folgen wir dem alten Wegweiser "Zinnwald" nach rechts. An der Größe des Wegweisers kann man erkennen, daß dies früher keine unbedeutende Straße gewesen ist. Die Straße ist nun etwas weniger schlecht und bringt uns bergan auf eine Hochebene. Oben angekommen, müssen wir uns wieder für rechts oder links entscheiden (WP9-07). Zum Glück steht direkt vor uns eine alte Wegsäule, welche uns links den Weg nach Liebenau weist. Wir folgen also diesem Hinweis nach links und befinden uns nun auf der Alten Dresden - Teplitzer Poststraße. Die Wegführung kann hier in ein paar Jahren ganz anders sein, da wir an dieser Stelle die Trasse der geplanten Autobahn A17 Dresden - Prag queren. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2005 vorgesehen. Dies ist dann die moderne Variante der alten Poststraße. Vor der nächsten Kreuzung (WP9-08) hilft uns wiederum eine Wegsäule (ein Viertelmeilenstein) aus dem Jahre 1732 weiter. Wir folgen der Straße geradeaus in Richtung Fürstenwalde. Nach weiteren ???xx,yykm??? kommt der nächste Abzweig (WP9-09). Dieser ist nicht so gut markiert und liegt mitten im Wald. Auf der linken Seite ist ein Holzschild mit der Aufschrift "Grüner Weg" zu erkennen. Wir benutzen nicht diesen bezeichneten Weg, sondern biegen nach rechts ab. An einer Schranke vorbei verlassen wir den Wald und erreichen freies Feld. Wenn die Straße Liebenau - Fürstenwalde erreicht ist (WP9-10), biegen wir nach links ab. Hier trifft die Regenwetter- bzw. Rennrad-Route wieder mit unserer zusammen. Durch Fürstenwalde fahren wir geradewegs hindurch. Hier sehen wir auch das erste Mal den Radwegweiser "Zinnwald". Von der schwach befahrenen Straße können wir direkt vor uns als markante Erhebung bereits den Mückenberg (KomáYí Horka) mit dem Mückentürmchen (???) auf böhmischer Seite sehen. Entsapnnt können wir uns nun ein Stück bergab rollen lassen. Wenn die Siedlung Gottgetreu erreicht ist, sollte man rechtzeitig auf einen kleinen Gang herunterschalten, denn an der Einmündung biegen wir rechts und unmittelbar danach links ab und es folgt sogleich ein kräftiger Anstieg. Im nächsten Ort, Fürstenau, biegt die Hauptstraße scharf rechts ab, wir jedoch fahren nur halbrechts und überqueren dabei ein kleines Bächlein. (Wer die Tour abkürzen möchte, kann an dieser Kreuzung nach links fahren und dem Wegweiser zum Wandergrenzübergang Fürstenau folgen. Dieser Weg trifft kurz vor Voitsdorf (Fojtovice) wieder auf unsere Tour.) Ein Stück nach Fürstenau, an einem einzeln, frei stehenden landwirtschaftlichen Gebäude, weist uns ein Radwegweiser "Zinnwald" in einen schmalen, asphaltierten Weg nach links (WP9-11). Der weg verführt zu schnellem Fahren, aber Vorsicht: gepflasterte Querrinnen zur Entwässerung zwingen immer wieder zum Abbremsen. Ein Warnschild zeigt eine scharfe Rechtskurve an. Diese Warnung sollte man ernst nehmen, denn in einer Serpentine biegen wir in das Tal des Erdbaches ein. Nach zwei Hütten, welche im Winter als Skihütten benutzt werden, kommen wir an eine Abzweigung. Auch hier steht der schon bekannte Radwegweiser "Zinnwald" und zeigt nach links (WP9-12). ???neuer Weg nach Zinnwald??? In Zinnwald überqueren wir am alten Straßengrenzübergang die Grenze zu Tschechien. Hier muß man sich durch den Wald aus Betonsperren und Drahtgitterzäunen den Weg suchen. Dies war bis vor wenigen Jahren der vielbesuchte Übergang der B170/ E55. Diese Straße wurde aber ein paar Meter verlegt und so steht dieser riesige Übergang nur noch Fußgängern und Radfahrern offen. Auf der tschechischen Seite heißt der Ort Böhmisch Zinnwald (Cinovec). Gleich nach der Grenze zweigt eine kleine Straße nach links ab und führt einen steilen, aber kurzen Berg hinab. Danach führt diese gut asphaltierte und wenig befahrene Straße in leichtem Anstieg durch ein Hochmoor. Interessant ist hier die Vegetation. Die toten Bäume sind allerdings nicht nur auf das Hochmoor zurückzuführen, sondern auch auf die Umweltsünden der sozialistischen Vergangenheit Nordböhmens. Wir fahren teils direkt an der Grenze entlang bis zu einer Einmündung, wo die Straße nach rechts abknickt. Hier kommt von links der Fahrweg vom Grenzübergang Fürstenau. Nun liegt schon Voitsdorf direkt vor uns. Diesem Ort kann man deutlich ansehen, daß es mal eine bessere Zeit gesehen hat, doch diese liegt deutlich sichtbar weit zurück. Wir fahren gerade durch dieses Dorf hindurch un erklimmen nun den Mückenberg (KomáYí Horka). Bald ist auch schon ein Parkplatz erreicht, an dessen Ende Wegweiser nach links in eine schmale, aphaltierte Straße zeigen. Nur noch wenige Meter und wir haben mit 807m auf dem Mückenberg den höchsten Punkt der Tour erreicht. Hier lädt eine Kneipe zum Verweilen ein. Auch ein Imbiß mit Außenplätzen ist vorhanden. Ein Sessellift bringt die Tretfaulen von Graupen (Krupka) hinauf. Auf diesem Lift können auch Fahrräder mitgenommen werden und vom Mückenberg gibt es zahlreiche Downhill-Pisten. Während man hier verschnauft, kann man natürlich auch die prächtige Aussicht genießen. Nach einer erholsamen Pause geht die Fahrt hinter dem Gebäude weiter. Auf einer Tafel ist einiges über diese Gegend zu lesen. Hier dürfen wir uns nicht verleiten lassen den asphaltierten Weg weiter zu benutzen, sondern wir fahren gleich halblinks in einen Wiesenweg hinein. (Rennradbenutzer fahren zurück nach Voitsdorf(Fojtovice), biegen dort rechts ab und treffen uns in Ebersdorf (Habartice) wieder.) Auf dem "Kammweg" fahren wir immer geradeaus über freies Feld. Auch an einer Wegkreuzung bleiben wir geradeaus. In Ebersdorf (Habartice), welches wohl nur aus zwei Häusern besteht, erreichen wir wieder die Straße. Wir biegen rechts auf die Straße ein und folgen dieser Straße, die bald darauf eine Linkskurve beschreibt. Die Straße geht leicht bergan und -ab. Der Zustand der Straße schwankt hier sehr; teils sehr gut, aber urplötzlich tauchen Schlaglöcher auf. Im Winter sind diese Straßen hier oftmals auch unpassierbar. Durch den Wintersportort Adolfsgrün (Adolfov) fahren wir gerade hindurch, um uns dann nach kurzem Anstieg nach Schönwald (Krásný Les) hinunter rollen zu lassen. Am Beginn der Ortschaft biegen wir an einer Gabelung nach rechts und fahren durch das Dorf hindurch. Am Ortsende biegen wir an der Gabelung jedoch nach links und folgen dem Wegweiser "Petrovice". Gleich nach der Gabelung erinnert auf der linken Seite ein Denkmal an einen Bauernaufstand von 1680. Nun ist es auch bis Peterswald (Petrovice) nicht mehr weit. Auch an diesem Ortseingang gibt es eine Straßengabelung; wir fahren hier nach links. Dieses Dorf ist ewig lang und zieht sich über mehrere Kilometer hin. An der Einmündung zur Hauptstraße angelangt, biegen wir wieder nach links ab. Es ist deutlich zusehen, daß wir hier auf einer Einkaufsmeile angelangt sind. Märkte mit Gartenzwergen und sonstigen wichtigen Dingen des Lebens säumen die Straße. Wir fahren also weiter durch das Dorf hinab und rollen an der Autoschlange vor der Grenze rechts vorbei. Direkt nach der Grenze steht rechts in einem kleinen Park das Olympiadenkmal. Es erinnert an die Übergabe der Olympischen Flamme von tschechischen an deutsche Läufer vor den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin. Jetzt lassen wir uns nur noch den Berg hinabrollen und erreichen gleich am Beginn von Bahratal-Hellendorf wieder den Parkplatz und können hier unsere Tour beenden.
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Vorsperre. Talsperre Gottleuba. Ein nicht ganz so alter Wegweiser.
Blick über den Stausee der Talsperre Gottleuba zur Vorsperre. Blick über den Stausee der Talsperre Gottleuba zur Staumauer. Ein nicht ganz so alter Wegweiser.
Viertelmeilenstein von 1732.    
Viertelmeilenstein von 1732.    
Literaturempfehlung:
  • Wanderkarte Osterzgebirge, Altenberg und Umgebung (1 : 35.000), Verlag Dr. Barthel, Borsdorf, ISBN 3-89591-057-0
  • Topographische Karte von Sachsen, Blatt 38 Osterzgebirge, Landesvermessungsamt Sachsen, Dresden, ISBN 3-86170-016-6
  • Topographische Karte von Sachsen, Blatt 44 Berggießhübel/ Gottleuba, Landesvermessungsamt Sachsen, Dresden, ISBN 3-86170-002-6
Last update:
7.09.2004
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